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Postcrossing ist ansteckend!

Moinsen :-)

Vor ein paar Tagen hat morgen mein Arbeitskollege neue Karten für Postcrossing mitgebracht. An dem Tag, als er sie mir geben wollte, hatte ich allerdings frei. Eine Kollegin fragte ihn daraufhin, wofür er mir denn Postkarten mitbringen würde. "Postcrossing" war seine Antwort.

Als ich am nächsten Tag wieder zur Arbeit kam, erzählte meine Kollegin mir gleich, dass sie sich Postcrossing mal angeschaut und direkt angemeldet hätte.

Cool!
Einen Postcrosser kenne ich jetzt also persönlich. Und wer weiß, vielleicht landet irgendwann eine meiner Postkarten bei ihr oder andersrum :-)

Wer gerne Infos haben möchte oder auch ein Postcrosser werden will - lasst es mich wissen...

10.9.15 07:09, kommentieren

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Bilder von Dir - Kapitel 3

Ein Knöllchen im Umschlag?

Sie glaubte tatsächlich, dass der wunderschöne Strauß Rosen von ihren Eltern geschickt wurde? Was hatte er nur falsch gemacht, dass sie nicht ihn in Betracht zog?
Als er darüber nachdachte, wie er es das nächste Mal besser machen könnte, fiel ihm auch schon etwas ein. So würde er zwar die Erzählung des Urlaubsberichtes verpassen, aber sich wieder ihre Aufmerksamkeit erarbeiten. Er zahlte seine Rechnung, verließ das Lokal und ging zur nahe gelegenen Buchhandlung.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Als Marie sich nach dem Essen von ihren Eltern verabschiedete, hatte sie das Gefühl, auch nach Hause rollen zu können. Es war eigentlich wie immer im „Goldenen Drachen“ - sehr viel und sehr lecker. Die fünf Kilometer Heimweg überzeugten sie jedoch davon, doch mit dem Auto zu fahren.
Sie ging auf ihr Auto zu und bemerkte etwas Weißes, das hinter ihren Scheibenwischer geklemmt war. 'Das kann doch wohl nicht wahr sein!' Sie fragte sich, seit wann denn hier Knöllchen verteilt wurden. Es handelte sich hierbei schließlich um einen öffentlichen Parkplatz, der zu dem Restaurant gehört, in dem sie gerade essen war. Dass es sich jedoch nicht um ein Knöllchen handelte, sondern um einen Briefumschlag, erkannte Marie erst, als sie an ihrem Auto stand.
Sie öffnete den Umschlag und hielt eine mit Rosenmuster verzierte Karte in der Hand, in der geschrieben stand „Ich habe Dich vermisst!“

Marie drehte den Umschlag, um einen möglichen Absender lesen zu können, doch der Umschlag war sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite leer. 'Seltsam', dachte sie und erschrak, als ihr Vater beim Verlassen des Parkplatzes noch einmal hupte. Sie hob die Hand zum Abschied und blickte sich auf dem Parkplatz um. Niemand war zu sehen. Der Absender musste die Karte samt Umschlag also an der Windschutzscheibe angebracht haben, als sie mit ihren Eltern essen gewesen war. Und das hieß, dass er gewusst haben musste, dass sie sich hier aufhielt.

Sie schloss das Auto auf und setzte sich hinein. Marie überlegte, wer sie vermisst haben könnte, der sein Empfinden auf diese Weise ausdrücken würde. Das Piepen ihres Handys riss sie in die Wirklichkeit zurück. Die Karte legte sie vorerst beiseite zu ihrer anderen Post – oder der gedanklichen Liste mit Dingen, um die sie sich morgen kümmern würde.

Zunächst las sie die Nachricht von Sascha, die sie gerade erhalten hatte.
„Hallo, kleines Trottelchen. Ich habe die Kamera gefunden. Sie war tatsächlich in meiner Tasche. Vielleicht sollten wir uns vor dem nächsten Urlaub nicht wieder die gleiche Reisetasche in der gleichen Farbe zulegen, so dass Du die nicht verwechseln kannst? =)“
„Von wegen Trottelchen – Du hast die Kamera doch bestimmt eingesteckt =P “
„Soll ich morgen so gegen 10 Uhr Brötchen und die Kamera vorbeibringen und wir diskutieren das bei einem leckeren Frühstück aus?“
„Okay, abgemacht.“
„Super, dann bis morgen.“
„Bis morgen.“

Marie steckte ihr Handy in die Tasche und fuhr los. An der Ausfahrt des Parkplatzes blinkte sie nach rechts und wartete darauf, dass sie abbiegen konnte. Der Mercedes, der die Autoschlange anführte, die sie noch passieren lassen musste, fuhr langsamer als erwartet, so dass Marie sich ärgerte, nicht schon vor ihm abgebogen zu sein.

Während sie wartete, fiel ihr ein, dass sie nach ihrer Rückkehr noch gar nicht einkaufen war und der Besuch morgen früh so nur trockene Brötchen zu essen bekäme. Marie schaute auf die Uhr – es war 20:12 Uhr. Der Supermarkt in der Nähe ihrer Wohnung hatte bereits geschlossen. Es blieb ihr also nichts anderes übrig als in einem anderen Supermarkt in der entgegengesetzten Richtung einzukaufen. Sie blinkte nach links und fuhr los.

Eine Stunde später betrat Marie ihre Wohnung. In der linken Hand trug sie die Einkaufstasche, die bis obenhin gefüllt war, und in der rechten den Poststapel vom Beifahrersitz sowie den Blumenstrauß ihrer Eltern. Sie ließ den Schlüssel in der Tür stecken, um erst einmal die Blumen in der Wohnung – genauer gesagt auf dem Schuhschrank – abzulegen, damit diese ihr nicht herunterfielen. Die Tür stieß sie mit ihrem Hinterteil, so dass diese ins Schloss fiel. Dann stellte sie die Einkaufstasche auf der Arbeitsplatte in der Küche ab und legte die Post daneben. Marie nahm sich ein Glas aus dem Schrank und hielt es unter den laufenden Wasserhahn.
Als sie das Wasser in gierigen Schlucken getrunken hatte, widmete sie sich der Einkaufstasche. Die Getränke stellte sie in den Abstellraum, das Waschmittel neben die Waschmaschine im Bad und den Rest räumte sie in den Kühlschrank.
Anschließend holte sie noch eine weitere Vase aus dem Wohnzimmerschrank, um die Blumen ins Wasser zu stellen. Den Strauß von heute Mittag hatte sie auf den Wohnzimmertisch gestellt, der Strauß ihrer Eltern fand nun auf dem Nachttisch seinen Platz.

Marie schaute sich kurz in ihren vier Wänden um, fand aber nichts, dass dringend noch heute erledigt werden musste, und entschied sich dazu, ihr Sofa nach ihrem Urlaub noch einmal auf Bequemlichkeit zu testen.
Sie schnappte sich die Fernbedienung von dem kleinen Tisch vor ihrem Sofa und drückte die rote Taste. Während der Bildschirm seine Farbe von schwarz auf bunt änderte, legte sich Marie gemütlich auf ihren Lieblingsplatz. Sie zappte durch und blieb schließlich bei irgendeiner Krimiserie hängen. Darin hatte ein männlicher Prominenter einen scheinbar über alle Maßen begeisterten Fan.

Dass dieser Fan ihm wiederholt Blumen, Geschenke und Briefe schickte und später zu einem gefährlichen Stalker wurde, bekam Marie nicht mehr mit, denn sie war bereits nach wenigen Minuten auf dem Sofa eingeschlafen.

3 Kommentare 9.9.15 17:10, kommentieren